Bebauungsplan-Thema Ausgleichsmaßnahmen und Artenschutz

Wie bei vielen städtebaulichen Maßnahmen und den damit verbundenen Eingriffen in Natur und Landschaft entstehen auch im Gebiet des Bebauungsplans XVII-4 „Ostkreuz“ Grün- und Freiflächenverluste, die geschützte Bäume sowie Lebensräume der im Plangebiet vorkommenden Tierarten betreffen, aber auch nicht geschützte Bestandteile von Natur und Landschaft.

Diese Eingriffe sollen durch Ausgleichsmaßnahmen im Plangebiet kompensiert werden. Neben der Neuanlage einer öffentlichen Parkanlage und der Festsetzung von Dachbegrünungen bei Neubauten werden auch Neuanpflanzungen von Bäumen, und Sträuchern sowie Gras- und Krautsäume durch Grünfestsetzungen gesichert.

Der Verlust von Vogelbiotopen der Arten Feldsperling, Girlitz und Gelbspötter kann nicht unmittelbar im Plangebiet ausgeglichen werden, so dass auch auf geeignete externe Flächen ausgewichen werden muss. Ein Teil der Kompensationsmaßnahme soll am Nordostufer des Rummelsburger Sees zwischen vorhandener Bebauung und Ufergehölzen realisiert werden. Dafür sind Pflanzungen von Beerensträuchern mit Säumen und Heckenpflanzungen vorgesehen sowie das Anbringen von Nisthilfen.
Um den Erhaltungszustand der drei vorgenannten Vogelarten nachhaltig zu sichern, sollen nach derzeitigem Stand auf einer Fläche am nördlichen Uferabschnitt des Hohen Wallgrabens westlich der Köpenicker Chaussee weitere Pflanzmaßnahmen durchgeführt werden. Das Stadtentwicklungsamt Lichtenberg befürwortet die Kompensationsmaßnahme am Hohen Wallgraben ausdrücklich, da diese ein erster Trittstein zur Realisierung eines Ufergrünzuges von der Rummelsburger Bucht bis zum Bezirk Treptow-Köpenick darstellt.

Auswirkungen auf die vorhandene Flora und Fauna im Plangebiet sowie notwendige Kompensationsmaßnahmen werden ausführlich in der Begründung des Bebauungsplans sowie in den aktualisierten faunistischen Gutachten dargestellt, die Sie hier finden.



Artikel entnommen aus: www.Bebauungsplan-Ostkreuz.de
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