Bebauungsplan-Thema Ruschegraben

Der Ruschegraben dient der Ableitung von Regenwasser in einem ca. 560 Hektar großen Einzugsgebiet und mündet im Nordosten des Bebauungsplans XVII-4 „Ostkreuz“ in den Rummelsburger See. Das Regenwasser aus dem Ruschegraben ist einer der Hauptbelastungsfaktoren für den Rummelsburger See. Deshalb ist eine Reinigung des eingeleiteten Regenwassers zukünftig unumgänglich. Bereits in früheren Behördenbeteiligungen wurde von der Wasserbehörde auf die Notwendigkeit einer Fläche für eine Regenwasserreinigungsanlage hingewiesen. Diese ist notwendig, um die Forderung der EU-Wasserrahmenrichtlinie nach der Güteklasse 2 für den Rummelsburger See zu erreichen. Problematisch für den Bebauungsplan XVII-4 „Ostkreuz“ war jedoch die große Fläche von ca. 1 ha, die eine entsprechende Reinigungsanlage in Anspruch nimmt.

Im Jahr 2008 wurde die Forderung der Wasserbehörde gemäß ihrer Stellungnahme von 2007, nämlich die Freihaltung der Grundstücke Hauptstraße 2 und 3 für eine ca. 1 ha große Regenwasserreinigungsanlage im Auslaufbereich des Ruschegrabens, zurückgezogen, um die Gebietsentwicklung nicht zu blockieren. Das Ziel einer Reinigung des in den See eingeleiteten Regenwassers blieb bestehen, allerdings war die Finanzierung und der Zeitpunkt der Errichtung der Reinigungsanlage ungewiss.

Im Rahmen der erneuten Behördenbeteiligung 2013 stellte die Wasserbehörde die Forderung nach einem Retentionsbodenfilter (wikipedia.org) im Auslaufbereich des Ruschegrabens. Infolgedessen wurden von der Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie (ifs) in Zusammenarbeit mit der Planungsgruppe Cassens+Siewert verschiedene Varianten einer Regenwasserreinigung untersucht. Die daraus erstellte Vorzugsvariante sieht vor, den sogenannten Trockenwetterabfluss vom Ruschegraben über eine Druckrohrleitung zum Auslaufbereich des Marzahn-Hohenschönhausener Grenzgrabens zu führen (der weiter östlich in den Rummelsburger See führt) und den dort geplanten Retentionsbodenfilter zu vergrößern, so dass er auch das Wasser aus dem Ruschegraben aufnehmen kann.

Zusätzlich dazu fordert die Wasserbehörde nun eine Filteranlage auch im Gebiet des Bebauungsplans XVII-4 „Ostkreuz“, und zwar unterhalb der Planstraße 3. Somit soll der Filter keine Auswirkung auf die geplanten Baufelder haben. Allerdings haben die Untersuchungen der ifs ergeben, dass der Filter so groß sein müsste, dass er nicht unter der Planstraße 3 unterzubringen wäre. Klärungsbedarf ist daher noch vorhanden.

Mit der Moderation des Runden Tisches zur Entwicklung eines Nutzungskonzept des Rummelsburger Sees wurde das Büro AquaConstruct beauftragt, mehr zum Stand des Konzepts finden sie hier

Artikel entnommen aus: www.Bebauungsplan-Ostkreuz.de
(www.bebauungsplan-ostkreuz.de) am