Bebauungsplan-Thema Seesanierung

Durch die jahrzehntelange industrielle Nutzung an der Rummelsburger Bucht seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Rummelsburger See stark mit Schadstoffen belastet. Daher wurde der See in den Jahren von 1999 bis 2001 saniert. Im Zuge der Sanierung wurde u.a. Munition aus dem See geborgen, außerdem wurden Teile des kontaminierten Seegrunds entschlammt und Eisenpräparate und Nitrat in den See eingebracht, um die Sedimente zu stabilisieren und Faulstoffe zu reduzieren. Dadurch konnte die Gewässerqualität auf ein Niveau gehoben werden, das über dem des Spreewassers liegt.

Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf. Derzeit wird in drei Testfeldern Seeboden ausgehoben, um besonders gefährlich belastetes Material zu entnehmen. Im Bereich vor den erneuerten Spundwänden und vor den Flachufern am westlichen Ende des Rummelsburger Sees ist ein Bodenaustausch vorgesehen. In den Uferbereichen sollen hoch belastete, zum Teil krebserregende Substanzen entfernt und der Boden durch Bodenaustausch und Substrate (z.B. Blähton) stabilisiert werden. Diese Maßnahmen werden bis zu einen Meter hinter die Uferlinie reichen und auch Teilabschnitte des Plangebiets berühren. Insofern ergeben sich Konflikte mit der vorgesehen Wohnnutzung, solange die Sanierung noch nicht abgeschlossen ist. Auch die Durchführung der vorgesehenen Ausgleichs- und Pflanzmaßnahmen im Plangebiet erscheint bis zum Ende der Schadensbeseitigung als nicht sinnvoll. Die Sanierungsarbeiten können im günstigsten Fall im Jahr 2017/2018 umgesetzt werden. Über eine Lösung dieses Konflikts wird derzeit beraten.


Artikel entnommen aus: www.Bebauungsplan-Ostkreuz.de
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